Geschichte & Portrait: Gemeinde Schlier

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Chronik und Portrait von Schlier

Die bislang angenommene erste urkundliche Erwähnung des Teilortes Kehrenberg in einer Urkunde aus dem Kloster St. Gallen datiert aus dem Jahr 861. Nach dem neueren Stand der Forschung muss diese Annahme der Ersterwähnung jedoch aufgegeben werden, da es sich bei dieser Urkunde eindeutig um den Gehrenberg (bei Markdorf) handelt. Somit beginnen die schriftlichen Geschichtsquellen erst nach der Klostergründung in Weingarten im Jahr 1056. Im Jahr 1139 vermachte der Welfenherzog Heinrich der Stolze zwei Güter in Gessenried dem Kloster Weingarten. Zu dieser Zeit sind die meisten Schlierer und Ankenreuter Höfe und Weiler jedoch erst entstanden und gehörten überwiegend zum Kloster Weingarten. Aus dieser Zeit stammt der wasserbauhistorisch wertvolle "Stille Bach" und der Rösslerweiher.

Nach der Säkularisation wurde die heutige Gemeinde Schlier aus Teilen des alten Klosteramtes Schlier, der Herrschaft Waldburg und der vorderösterreichischen Landvogtei gebildet. Von 1806 an gehörte Schlier zum königlichen Oberamt des Königreiches Württemberg. Am 12. Juni 1812 wurde Schlier durch königliches Reskript zur königlich württembergischen Gemeinde, der bisherige Vorstand der Gemeinde mit der Bezeichnung "Ammann" hieß jetzt "Schultheiß". 1822 erhielt die Gemeinde durch Verwaltungsedikt des Königs Friedrich I. die Selbstverwaltung. Die hierdurch notwendige Gemeindeverwaltung bestand aus dem Schultheiß, der damals auf Lebenszeit gewählt wurde, den Kreisdeputierten (Gemeinderäte), dem Gemeindepfleger und dem Ratschreiber.

Erst nach dem Ende des ersten Weltkrieges kam es 1933 wieder zur Neueinteilung, bei der aus der Distriktschultheißerei Schlier eine Gemeinde mit einem Bürgermeister gemacht wurde.

Nach dem zweiten Weltkrieg erfolgte der Aufbau der Infrastruktur mit dem Bau von Gemeindeverbindungswegen, dem Aufbau der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigung.

Heute verfügt die Gemeinde über zwei Schulen, zwei Kindergärten, ein Sportzentrum mit großer Mehrzweckhalle, zwei Rasenspielfeldern und Tennisplätzen. Fast alle Haushalte (99 %) sind an eine leistungsfähige Sammelkläranlage angeschlossen und werden mit Wasser aus eigenen Quellen versorgt.