Biotopverbund: Gemeinde Schlier

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Sielmanns Biotopverbund im Landkreis Ravensburg – Lebensraum Kiesgrube – Ein Biotop erhalten und fördern

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Schlier,

seit einigen Wochen werden in der ehemaligen Kiesgrube in Oberankenreute verschiedene Maßnahmen im Rahmen des Modellprojekts „Biotopverbund Ravensburg“ umgesetzt, über die ich Sie gerne informieren möchte:

Die Gemeinde Schlier ist eine von vier Modellkommunen im Kreis, in der die Maßnahmenumsetzung zur Förderung der biologischen Vielfalt durch Landesmittel finanziert wird. Planung und Umsetzung von Maßnahmen erfolgen in Abstimmung mit zuständigen Vertretern des Landratsamtes sowie der Gemeinde.

Eine der Maßnahmen, welche im Zuge des Modellprojekts in der Gemeinde Schlier umgesetzt wird, ist eine Lebensraumaufwertung in einer ehemaligen Kiesgrube.

Die ehemalige Kiesgrube in Oberankenreute stellt aufgrund ihrer vielfältigen Strukturen einen Lebensraum für zahlreiche Arten dar. Durch die zunehmende Verbuschung sowie Verlandung von Stilgewässern sind die Lebensräume einiger Arten jedoch beeinträchtigt. Beispielsweise benötigten der Laubfrosch sowie zahlreiche andere Amphibien kleine, besonnte Gewässer. Diese Gewässer beginnen in der dortigen Kiesgrube mittlerweile durch Gehölzbewuchs und Verschlammung zu verschwinden. Auch die Population der Zauneidechse ist aufgrund ihrer Lebensweise als wechselwarmes Tier auf besonnte Standorte und niedrigen Pflanzenbewuchs angewiesen. Aufgrund der fortschreitenden Gehölzsukzession vor Ort, schwinden auch diese Lebensräume immer stärker. Gleiches passiert mit den Orchideenvorkommen, die aufgrund der aufkommenden Sukzession, ohne ein Handeln, verschwinden werden.

Aus diesem Grund hat die Heinz Sielmann Stiftung gemeinsam mit dem Landratsamt Ravensburg im Rahmen des Modellprojekts ein Konzept für die längerfristige Sicherung der besonderen Lebensräume und ihrer Arten in der Kiesgrube bei Oberankenreute ausgearbeitet. Teilbereiche werden zukünftig mit Ziegen beweidet, so dass eine vollständige Bewaldung verhindert wird und hierdurch ein Mosaik unterschiedlicher Strukturen und eine hohe Artenvielfalt gefördert wird. Die Beweidung wird durch mobile Zaunelemente dem Flächenbedarf angepasst.

Zur Förderung und Erhaltung vorkommender Amphibienarten wurden bestehende Stillgewässer wieder reaktiviert sowie einige Gehölze entnommen, sodass sonnige Laichgewässer zur Verfügung stehen. Zusätzliche Tümpel werten das Lebensraumangebot für Amphibien weiter auf.

Weitere Maßnahmen zur Förderung von Wildbienen, Vogelarten, Orchideen und Reptilien runden das Gesamtpaket der Biotopmaßnahme in der ehemaligen Kiesgrube ab.

Es freut uns, dass wir bereits eine Vielzahl von positiven Rückmeldungen zu den Maßnahmen erhalten haben und ein großes Interesse am Projekt besteht. Zum Schutz der Natur und den dort lebenden Arten bitten wir Sie jedoch, bei Spaziergängen die Wege nicht zu verlassen und Hunde an der Leine zu führen.

In der nun angespannten Corona-Situation ist es uns aktuell nicht möglich, eine naturkundliche Führung und Informationsveranstaltung vor Ort anzubieten. Gerne holen wir dies nach, sobald es die Situation wieder zulässt.

Sollten Sie Fragen zur Maßnahme haben, stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen des Projektbüros der Heinz Sielmann Stiftung sehr gerne telefonisch unter Telefonnummer: 07771 8798395 oder per E-Mail ravensburg(@)sielmann-stiftung.de zur Verfügung.

 

Biotopverbund

hier erhalten Sie ein paar Informationen über das "Modellprojekt Umsetzung Biotopverbund Baden-Württemberg"

Pressemitteilung vom 18.03.2019

der Heinz Sielmann Stiftung "Vielfalt ist unsere Natur"

Pressebericht vom 16.03.2019

Pressebericht vom 06.02.2019